Wettbewerbe

Umnutzung des Standortes der St. Antonius Pfarrkirche in Hörstel

1. Preis

Ort: Hörstel
Auslober: Kirchengemeinde St. Reinhildis Hörstel
Zeitraum: 2019

​Durch die Umstrukturierung des Standortes der Kirche St. Antonius wird ein neuer Campus mit Kirche, Pfarrzentrum und Elisabethhaus geschaffen. Die zur Zeit vorhandenen großflächigen Außenanlagen werden neu geordnet. Die Pfarrheim- und Verwaltungsnutzungen werden im Erweiterungsbau neu verortet und das Elisabethhaus bekommt mit den Pfarrerwohnungen eine neue Nutzung. Die Umstrukturierung erfolgt ausschließlich im Bestand, lediglich der Anbau der Sakristei aus den 70-er Jahren wird zurück gebaut. Dieser Rückbau ermöglicht einen großzügigen, neu definierten Kirchplatz im Herzen des Gesamtareals, von dem aus das Pfarrzentrum, die Kirche und die Pfarrerwohnungen erschlossen werden. Der Kirchplatz öffnet sich im Westen zur Ostenwalder Straße und markiert hier den Eingang in das neue Pfarrzentrum. Von dem neu organisierten Parkplatz mit 55 Stellplätzen an der nördlichen Grundstücksgrenze erfolgt eine direkte fußläufige Verbindung zum Kirchplatz. Durch die Neuorganisation der Flächen werden im rückwertigen Bereich großzügige begrünte Freianlagen geschaffen, welche Platz für Veranstaltungen (Pfarrfeste, Flohmärkte) und Spielmöglichkeiten bieten.

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Der neue Eingang in den Erweiterungsbau befindet sich nach dem Rückbau der Sakristei auf der Westfassade des Erweiterungsbaus an der östlichen Platzfront. Er ist von der Ostenwalder Straße aus leicht einsehbar und von den Stellplatzflächen direkt zu erreichen und so für die Adressbildung des neuen Pfarrzentrum von großer Bedeutung.
Im EG des Erweiterungsbaus befindet sich die Pfarrheimnutzung mit ihren Sälen und Gruppenräumen, die Sakristei und die Bücherei. Der Verwaltungsbereich ist im OG angeordnet und wird über eine Treppe und einen Aufzug, die sich direkt am Eingang befinden, erschlossen. Durch die Trennung der Funktionsbereiche und die klare Grundrissorganisation erreicht man eine einfache Orientierung für die Benutzer.
Der Kirchenraum wird achsial erweitert. Beide Säle schließen sich unmittelbar an den Altarraum an und können über eine mobile Trennwand zusammen geschaltet werden. Die angrenzende Küche hat eine direkte Verbindung zum Saal. Insgesamt können im Pfarrsaal bei einer Reihenbestuhlung ca. 176 zusätzliche Sitzplätze für kirchliche Hochfeste geschaffen werden. Die vorhandene Glastrennwand zum Kirchenraum vom Künstler Joachim Klos müsste aus Schallschutzgründen bei Bedarf erneuert bzw. mit einer zweiten Trennwand ertüchtigt werden. Altar, Ambo, Taufstein werden im neugotischen Kirchenteil neu verortet. Die vorhandene Orgel wird in den rückwertigen Kirchenraum verlegt.
Die neuen Gruppenräume werden an der Ostfassade angeordnet. Aufgrund der bestehenden Raumhöhe gibt es die Möglichkeit über dem Küchenbereich einen weiteren Gruppenraum mit ca. 50qm anzuordnen. Die Erschließung erfolgt über eine einläufige Treppe aus dem Foyerbereich. Die beiden großen Säle nutzten die volle Raumhöhe aus. Auf der Ostseite wird ein Nebeneingang angeordnet. Von hier gelangt man von den Gruppenräumen und Sälen schnell in die unmittelbar angrenzenden Freianlagen.
In der Mitte des Erweiterungsbaus befindet sich ein zweigeschossiger Versorgungskern mit WC-Anlagen und Garderobe im EG und mit einer Teeküche, Kopier- und Lagerräumen und WC im OG. Dieser, in das Foyer gestellte Kubus, geht nicht bis an die Dachkonstruktion, sondern steht frei im teilweise doppelgeschossigen Foyer und bleibt so als Volumen ablesbar.
Die Bücherei wird an der großzügig verglasten Nordfassade des Erweiterungsbaus angeordnet. Die Regalanlagen stehen senkrecht zur Fassade und werden über eine Glastrennwand vom Foyer abgetrennt. Bei Büchereibetrieb können mobile Regale in das Foyer geschoben werden und die großzügige Foyerfläche kann als Büchereifläche und Treffpunkt bespielt werden. Über die Glasfassade gibt es einen Sichtbezug vom Foyer in die neu geschaffenen Grünflächen.
Die neuen Räume für die Sakristei befinden sich ebenfalls im Erweiterungsbau und werden vom Eingangsbereich des Pfarrzentrums unmittelbar erschlossen. Von der Sakristei gibt es einen direkten Zugang über einen Windfang zum Kirchenraum. Im nördlichen Bereich des Erweiterungsbaus wird die vorhandene Raumhöhe ausgenutzt, um eine zweite Ebene hineinzuziehen und den kompletten Verwaltungsbereich dort unter zu bringen. Die Büroräume befinden sich an der großzügig verglasten Nordfassade, die Räume für die Verbundleitung und den Pfarrer auf den Kopfseiten. Die Flurbereiche werden mit verglasten Sitznischen als Wartebereiche erweitert. Von hier hat man einen Blick in die zweigeschossigen Foyerflächen des Pfarrheimbereiches. Innenfenster von den Büroräumen in den  Luftraum ermöglichen vielfältige Sichtbeziehungen. Das Foyer wird über eine verglaste Dachkonstruktion im Innenbereich großzügig von oben belichtet.
Die Pfarrerwohnungen werden substanzschonend im „Elisabethhaus“ nachgewiesen.
Bei der Fassadengestaltung des Erweiterungsbaus wird großen Wert auf einen sensiblen Umgang mit dem Bestand gelegt. Alle vorhandenen Öffnungen bleiben bestehen und werden mit neuen Fensterelementen versehen. Zusätzlich werden dort, wo es der Grundriss erfordert, Lochfenster geschaffen, welche mit einem sichtbaren Betonsturz in die Natursteinfassade integriert werden und als neu hinzugefügte Elemente ablesbar bleiben. Als Ersatz für die alten Bleiverglasungen werden Betonlisenen eingesetzt, die die vertikale Gliederung der Fassadenelemente betonen. Die Fenster sind als Holz-Aluminium-Fenster mit einer bronzefarbenen Deckschale konzipiert.
Im Innenraum soll das Sichtmauerwerk weitestgehendst erhalten bleiben. Die übrigen Wände sind weiß geputzt. Soweit möglich kann der vorhandene Natursteinboden erhalten und ergänzt werden. Die Büroräume im Obergeschoss erhalten Parkett oder alternativ einen Kautschukbelag. Die Trennwände im OG sind in Leichtbauweise vorgesehen. Die Dachkonstruktion kann im Wesentlichen erhalten bleiben. Die neue Zwischendecke ist als Betondecke geplant. Für die Raumakustik werden abgehängte Gipskatondecken vorgeschlagen.

Pfarrhaus mit Pfarrverwaltung – Kirchengemeinde St. Georg in Vreden

3. Preis

Ort: Vreden
Auslober: Kirchengemeinde St. Georg Vreden
Zeitraum: 2019

Das neue Pfarrhaus wird als langgestreckter Baukörper konzipiert, der in der Gebäudeflucht des „kult“ steht und den Blick auf die Apsis der Stiftskirche St. Felizitas frei gibt. Die Pfarrerwohnungen sind dabei in dem nordwestlichen 2-geschossigen Gebäudeteil untergebracht und die Verwaltungsräume im südöstlichen Bereich nahe der Brücke über den Stadtgraben und damit an der Kulturachse. Das Flachdach wurde bewusst gewählt, um nicht mit der Dachlandschaft der umgebenen Bebauung konkurrieren zu müssen. Der moderne und zeitgemäße Neubau fügt sich in die besondere städtebauliche Situation ein und ordnet sich seiner Nutzung entsprechend seinen dominanten Nachbarn unter. Durch die differenzierten Gebäudehöhen wird der Baukörper entsprechend seiner Nutzung gegliedert und bekommt dadurch eine angemessene Maßstäblichkeit. Die unterschiedlichen Nutzungen Pfarrhaus und Verwaltung sind im Baukörper und in der Fassade ablesbar. In seiner Horizontalität nimmt er Bezug zur angrenzenden Erdgeschossausbildung des „kult“.

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Der Verwaltungsteil ist aufgrund der geforderten Barrierefreiheit ebenerdig organisiert. Man betritt das Gebäude über einen zurück liegenden überdachten Gebäudeeinschnitt. Front-Office und Back-Office liegen unmittelbar am Eingangsbereich, ebenso das Arbeitszimmer des 2. Priesters, welches bei Bedarf als zweites Front-Office genutzt werden kann. Der Besprechungsraum ist vis à vis des Eingangs angeordnet und hat eine leicht überhöhte Raumhöhe, die sich in der Außenfassade ablesen lässt. Ein Gebäudeeinschnitt auf der Südseite bringt zusätzliche Sichtbeziehungen zur Berkelmühle und belichtet den Erschließungsbereich. Das Arbeitszimmer des Pfarrers und der Besprechungsraum grenzen unmittelbar an diesen kleinen Patio an. Die dienenden Räume wie WC-Anlagen, Teeküche etc. liegen im hinteren Bereich. Am Ende des Erschließungsflures gibt es eine direkte Verbindung in die Wohnung des Pfarrers, die sich direkt angrenzend im Erdgeschoss befindet.
Alle drei Wohnungen werden über einen separaten Eingang vom Kirchplatz erschlossen. Im Erdgeschoss sind die Aufenthalts- und Schlafräume nach Süden zum Stadtgraben orientiert. Eine großzügige Terrasse wird den Räumen vorgelagert. Der Gästebereich kann abgetrennt werden und orientiert sich nach Norden zum Kirchplatz. Die beiden Garagenstellplätze sind in das Gebäude integriert. Es gibt einen direkten Zugang vom Treppenhaus in die Garage. Die Wohnung für den Kaplan/Pfarrer und das Gäste-Appartement werden im 1. Obergeschoss angeordnet. Beide Wohnungen bekommen eine großzügige Dachterrasse nach Süden mit Blick auf die Berkel. Von den Schlafräumen hat man eine Sichtbeziehung zu den umliegenden Kirchen.
Nachhaltigkeit:
Die Gebäudekonzeption ist so entwickelt, dass die Hauptaufenthaltsräume nach Süden orientiert sind und dadurch eine passive Nutzung der Sonnenenergie gegeben ist. Durch die optimierte Tageslichtnutzung können die Beleuchtungskosten reduziert werden. Auf den nach Süden orientierten Flachdächern sind Photovoltaikflächen zur Stromversorgung und Solarthermie für die Wärmeversorgung möglich.
Wirtschaftlichkeit:
Folgende Ansätze werden berücksichtigt, um ein wirtschaftliches Gebäude zu erhalten:
– Das Gebäude hat eine einfache und klare Grundrissstruktur und damit auch eine einfache Tragstruktur.
– Durch die klare Grundrissorganisation werden die notwendigen Verkehrsflächen reduziert.
– Die installationsintensiven Bereiche werden im Verwaltungsteil zusammengelegt und im Pfarrhaus liegen die Sanitärbereiche und Küchen übereinander, um die Leitungswege zu minimieren.
– Die Materialvielfalt beschränkt sich auf wenige langlebige und wartungsarme Materialien.
– Die konstruktiven Details werden auf das Wesentliche reduziert und werden standardisiert.

Gemeindehaus an der Stadtkirche in Lengerich

2. Preis

Ort: Lengerich
Auslober: Evangelische Kirchengemeinde Lengerich
Zeitraum: 2019

Das neue Gemeindehaus wird als langgestreckter Baukörper parallel zur Stadtkirche angeordnet und fasst den Kirchplatz mit der Stadtkirche ein. Der neue Baukörper nimmt mit seiner markanten Dachlandschaft aus flach geneigten Satteldächern Bezug zur umgebenen historischen Bebauung und fügt sich in seiner Maßstäblichkeit in die Platzrandbebauung ein. Es entsteht ein selbstbewusster signifikanter Baukörper, der eine hohe Eigenständigkeit aufweist, aber nicht in Konkurrenz zur Stadtkirche steht. Die vorgeschlagene beige Ziegelfassade nimmt Bezug zur Natursteinfassade der Kirche. Im erweiterten Planungsbereich schlagen wir eine Wohnbebauung aus drei gleichen, leicht versetzt stehenden dreigeschossigen Baukörpern vor. Die Baukörper folgen so straßenbegleitend dem Grundstücksverlauf. Sie haben eine Nord-Südausrichtung, sodass Wohn- und Aufenthaltsräume nach Süden zur Freifläche ausgerichtet werden können. Die Tiefgaragenzufahrt erfolgt von der Schulstraße aus auf der nord-westlichen Grundstücksecke. Der Raum zwischen Wohnbebauung und Gemeindehaus soll als Grünraum gestaltet werden.

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Funktionalität:
Man betritt das neue Gemeindehaus vis à vis der Kirche über einen überdachten Eingangsbereich. Ein großzügiges nach Süden voll verglastes Foyer, welches dem Gemeindesaal komplett zugeschaltet werden kann, schließt sich an. Der Gemeindesaal orientiert sich zum Kirchplatz und ist von Außen einsehbar. Die dienenden Funktionen wie Küche, WC-Anlagen, Lagerräume befinden sich unmittelbar an das Foyer angrenzend auf der Nordseite des Gebäudes. Das Gemeindebüro und der 2. Gruppenraum haben ebenfalls eine Sichtbeziehung zur Kirche. Ein Gebäudeeinschnitt auf der Nordseite belichtet den Flur und bietet die Möglichkeit für einen kleinen intimen Innenhof. Der Jugendbereich wird im hinteren Gebäudeteil angeordnet und kann bei Bedarf über einen separaten Nebeneingang erschlossen werden. Die Gruppenräume haben direkten Zugang zu einer großen Freifläche mit Spielwiese.
Die Deckenkonstruktion und Dachgeometrie ist im Gebäude erlebbar und aus dem Grundriss entwickelt. Der Gemeindesaal hat einen symmetrischen Raumquerschnitt und die größte Raumhöhe. Die Westfassade öffnet sich mit seiner Dachform großzügig zum Freibereich.
Nachhaltigkeit:
Die Gebäudekonzeption ist so entwickelt, dass die Hauptaufenthaltsräume nach Süden orientiert sind und dadurch eine passive Nutzung der Sonnenenergie gegeben ist. Durch die optimierte Tageslichtnutzung können die Beleuchtungskosten reduziert werden.
Wirtschaftlichkeit:
Folgende Ansätze werden berücksichtigt, um ein wirtschaftliches Gebäude zu erhalten:
– Das Gebäude hat eine einfache und klare Grundrissstruktur und damit auch eine einfache Tragstruktur.
– Durch die klare Grundrissorganisation werden die notwendigen Verkehrsflächen reduziert.
– Die installationsintensiven Bereiche werden zusammengelegt, um die Leitungswege zu minimieren.
– Die Materialvielfalt beschränkt sich auf wenige langlebige und wartungsarme Materialien.
– Die konstruktiven Details werden auf das Wesentliche reduziert und werden standardisiert.

Realschule St. Martin Sendenhorst

1. Preis

Ort: Sendenhorst
Auslober: Bischöfliches Generalvikariat Münster
Zeitraum: 2018

Es wird versucht mit möglichst geringem Aufwand und wenigen aber wirksamen Eingriffen eine moderne, zeitgemäße Schule zu schaffen, die den aktuellen Ansprüchen einer Ganztagsschule bezüglich Verpflegung, Nachmittagsbetreuung, Barrierefreiheit und inklusiver Arbeit gerecht wird und eine moderne Pädagogik mit übergeordneten Gruppenräumen, Einzelarbeitsplätzen, Selbstlernbereichen ermöglicht. Eine Besonderheit ist, dass die Erreichbarkeit der Klassenräume im westlichen Gebäuderiegel über eine vorgelagerte Empore, in die Kommunikationsinseln, Sitzbänke und Rückzugsnischen integriert sind, neu organisiert wird. Der vorhandene Niveauunterschied zwischen dem östlichen und westlichen Riegel wird durch diese Lernlandschaft spielerisch kaschiert.

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Im Hauptgebäude befindet sich auf der Eingangsebene im Erdgeschoss der Bereich Bibliothek / Mediathek / EDV / Selbstlernzentrum und sechs Klassenräume mit den notwendigen Gruppenräumen. Im Untergeschoss befindet sich zum Schulhof orientiert der Ganztagesbereich mit Mensa und Küche. Aufgrund seiner Nähe zur Aula, werden hier erhebliche Synergieeffekte ermöglicht. Der Musikbereich befindet sich (wie im Bestand) unmittelbar an die Aula angrenzend und den Eingang haben wir auf die Südseite an den Haupterschließungsweg verlegt. Im Obergeschoss sind zwölf Klassenräume mit dazwischen liegenden Gruppenräumen angeordnet und im Verwaltungsgebäude befindet sich im EG der Verwaltung- und Lehrerbereich. Wir haben die Fluchttreppenhäuser auf die Treppenbreite reduziert, sodass die seitlichen Treppenhäuser entfallen um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, zusätzliche Gruppenräume zwischen den Klassen anzuordnen. Eine neue Aufzugsanlage als Durchlader an zentraler Stelle im Eingangsbereich, mit der man alle Ebenen der Schule barrierefrei erreichen kann, soll ebenfalls integriert werden.

Verglaste Lufträume schaffen Sichtverbindungen und bringen viel Tageslicht in die Mittelzonen. Durch die Erweiterung des Klassenriegels im 1. Obergeschoss und Rückbau des 2. Obergeschosses, wird die Zusammenlegung der Klassenbereiche ermöglicht und die Option geschaffen, großzügige Aufenthaltsbereiche außerhalb der Klassenzimmer zu kreieren. Das Thema der Lernlandschaft aus dem EG wird hier wiederholt, aber anders ausformuliert. Zudem ist ein Verbindungsgang mit einer Rampenanlage zwischen dem Hauptbaukörper und dem Verwaltungsgebäudevorgesehen, um die barrierefreie Erschließung zu gewährleisten. An der sich am Bestand orientierten neuen Fassade, ist im Sockelbereich ein dunkler Verblender und in den oberen Geschossen ein hellbeiger Verblender geplant. Fenster sind aus Aluminium mit Raffstoreanlagen, die verdeckt eingebaut werden. Im Brüstungsbereich ist eine Verkleidung mit einer Holzlattung vorgesehen. Die Flachdächer werden als Gründächer ausgebildet und die Lernlandschaften sind als Holzeinbauten in Eiche geplant. Alle anderen Einbauten wie Schränke, Eigentumsfächer etc. sollen ebenfalls aus Eiche bestehen. Dabei ist die Verwendung von ökologisch nachhaltigen und wertigen Materialien sowohl für den Innenausbau als auch für die Fassadengestaltung von großer Bedeutung.

Neubau Kita Nordhorn

2. Preis

Ort: Nordhorn
Auslober: Stadt Nordhorn
Zeitraum: 2018

Die neue Kindertagesstätte wird als zweigeschossiger kompakter Baukörper auf dem Grundstück der ehemaligen Hofanlage von den umgebenen Straßen zurück liegend angeordnet. Da die Kita durch die neu entstehenden Wohngebiete einen großen Einzugsbereich haben wird, erfolgt die Erschließung von der Straße Nach Schleuse I. Eine Stellplatzanlage mit 14 STP und getrennter Zu- und Abfahrt wird in der Nähe des Eingangsbereiches angeordnet. Der Eingang in die Kita wird durch einen Rücksprung im Baukörper markiert. Ein großzügiger Vorplatz mit Fahrradabstellplätzen ist dem Eingangsbereich vorgelagert. Eine neue direkte Anbindung an den vorhandenen Trampelpfad wird geschaffen. Die benachbarten Parzellen mit dem großen Baumbestand können bei Bedarf in die Freifläche der Kita mit einbezogen werden, für den Nachweis der erforderlichen Außenspielflächen werden diese Flächen jedoch nicht benötigt.

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Die neue Kita hat eine einfache und klare Grundrissstruktur, die eine gute Orientierung und eine flexible Raumkonzeption bietet. Man betritt die Kita über eine große Eingangshalle. Hier befinden sich an zentraler Stelle der Aufzug und eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen. Unmittelbar an die Halle angrenzend liegen der Bewegungsraum und der Speiseraum für die Kinder. Beide Räume können der Halle bei Bedarf über mobile Trennwände zugeschaltet werden. Die Trennwände zum Speiseraum sollen transparent als Glaswände ausgeführt werden. Ein Luftraum oberhalb der Eingangshalle schafft interessante Blickbeziehungen in die obere Etage. Die Halle wird zusätzlich über den Luftraum seitlich von oben belichtet. Sie kann vielseitig für Aktionen und Versammlungen genutzt werden, Eltern finden hier einen Ort der Begegnung und des Verweilens. In dem zur Straße orientierten Gebäudetrakt befindet sich das Leitungszimmer mit Blickkontakt zum Eingang. Die Küche mit dem HWR-Raum ist hier in direkter Nähe zum Speiseraum angeordnet. Der zentrale Speiseraum ist eingeschossig und öffnet sich zu einem kleinen Innenhof nach Osten. Bei gutem Wetter kann dieser geschützte Hof als Essbereich mit genutzt werden. Der Essraum wird über große Deckenoberlichter zusätzlich von oben belichtet. Der Bewegungsraum orientiert sich zum Vorplatz und ist mit seiner überhöhten Raumhöhe von außen ablesbar.
Die drei Krippengruppen befinden sich im Erdgeschoss auf der Südseite des Gebäudes. Im oberen Geschoss befinden sich zwei Regelgruppen mit der Option, den Bereich um eine dritte Gruppe zu erweitern.
Die Gruppenbereiche sind der zentralen Mittelzone mit Halle, Bewegungsraum und Essraum zugeordnet. Die Gruppenräume mit Garderoben, Sanitärbereich und Abstellbereich werden als kleine, abgeschlossene Einheiten ausgebildet, um den Kindern die notwendige Geborgenheit zu geben. Die Intensivräume befinden sich zwischen den einzelnen Gruppenbereichen, da sie gruppenübergreifend genutzt werden. Die Anordnung der Gruppenbereiche im Obergeschoss erfolgt analog zu den Krippengruppen im EG mit kleinen Abweichungen gemäß dem geforderten Raumprogramm.
Im Obergeschoss befindet sich auf der Süd- und Ostseite ein auskragender Balkon, der als Fluchtweg dient. Die Räume im Erdgeschoss haben einen direkten Gartenzugang über eine Terrasse. An den östlichen und westlichen Kopfenden des Gebäudes gibt es zusätzliche Ausgänge über Schmutzschleusen zu den Freiflächen. Im Obergeschoss befindet sich hier auf der Ostseite eine großzügige Freitreppe mit einer Rutsche, über die die Kinder schnell zu den Außenspielflächen gelangen können.
Die Fläche oberhalb des Speiseraumes wird als Terrasse ausgebildet. Hier kann eine zusätzlich Outdoor- Spielfläche für Kinder und/oder eine Aufenthaltsfläche für das Personal angeboten werden.
Durch die Gebäudekonzeption mit dem zentralen Innenhof, erhält man eine lichtdurchflutete Kita mit einer hohen Aufenthaltsqualität auch außerhalb der Gruppenbereiche und vielfältigen Sichtbeziehungen.

Neue Mitte Hasbergen

1. Preis

Ort: Hasbergen
Auslober: Gemeinde Hasbergen
Zeitraum: 2017

Der Ortskern wird mit der Schaffung eines öffentlichen Platzes neu definiert, der die vorhandene Geschäfts-und Gastronomiezeile an der Tecklenburger Straße als räumliche Platzkante mit einbezieht. Das bestehende Plateau davor wird durch eine neue Treppenanlage aufgelöst und so in den Platz integriert. Seine Prägung und Identität erhält die neue Ortsmitte maßgeblich durch das neue Gegenüber an der Tecklenburger Straße: drei formal ähnliche Gebäude gruppieren sich raumbildend um eine Platzfläche. Die Ausrichtung des Bürgersaals, des Bürgerzentrums und der Gastronomie zum Platz bilden eine sichtbare und kommunikative Verbindung zueinander und sorgen für ein lebendiges Ortsbild.

 

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Die Neubau-Volumen vermitteln zwischen der überhöhten Bebauung an der Tecklenburger Straße und den teilweise eingeschossigen Wohnhäusern im direkten Umfeld. Das Gebäudeensemble fügt sich in Größe, Materialität und seinen Dachformen in den Ort ein, ohne ihn zu überformen.

Durch die gebündelte Anordnung der öffentlichen Funktionen können die restlichen Grundstücksflächen für Wohnnutzung und ein Ärztehaus angeboten werden. Die Wohnhäuser ergänzen die vorhandene Straßenrandbebauung und schließen städtebauliche Lücken.

Die Gliederung des Raumprogramms auf drei Baukörper entspricht dem Maßstab des Ortes. Zwei Gebäudeteile werden durch eine geschlossene Brücke verbunden, um die inneren Funktionsabläufe der Verwaltung zu optimieren.

Eine Sonderstellung nimmt der Bürgersaal mit zuschaltbaren weiteren Repräsentationsräumen, ein: er befindet sich in einem eigenen Bauteil an der Stelle des ehemaligen Gastronomiegebäudes. Dieses Gebäude gibt dem neuen Platz eine prägnante Identität. Die direkte Einsehbarkeit des Saales schafft einen persönlichen Bezug zum Bürger. Der Bürgersaal lässt sich mit dem

Trausaal und dem zusätzlichen Besprechungsraum über das gemeinsame Foyer flexibel zusammen schalten. Hasbergen erhält so zusätzlich einen vielfach bespielbaren Saal für Konzerte, Ausstellungen und Feiern, der unabhängig von den Öffnungszeiten der Verwaltung funktioniert und mit der gegenüberliegenden Gastronomie korrespondiert.

Die Gastronomie im Erdgeschoss ist bewusst nach Westen zum Platz hin orientiert. Zusammen mit den Vereinsräumlichkeiten ergeben sich Synergieeffekte, die auch gemeinsame Nutzungen (Stammtisch , Privatfeiern u.ä.) zulassen.

An der Tecklenburger Straße gliedert sich die Banknutzung an.

 

Die Neubauten werden in nachhaltiger Massivbauweise mit mineralischer Dämmung und Verblendmauerwerk geplant. Die gedämmten Dachflächen werden Zinkblech eingedeckt. Das vorgeschlagene hellbeige Klinkermaterial soll sich von den dunkelroten Fassaden an der Tecklenburger Straße absetzen und erzeugt eine helle, freundliche Atmosphäre. Die dreifach verglasten Fenster sind als Holz-Aluminium mit einer Deckschale in einem messingfarbenen Eloxal-Ton konzipiert. Der Sonnenschutz ist im Fensterelement integriert. Die Investionskosten amortisieren sich durch die Langlebigkeit und den zu erwartenden geringen Wartungsaufwand der soliden Gesamt-Konstruktion.

Eine einheitliche Farb-und Formensprache der Neubauten und der Platzfläche könnte initiierend für die Umgebung verstanden werden und dem gesamten Ortsbild wieder eine harmonische Prägung geben. Das regelhafte Tragsystem der Gebäude und die Kompaktheit der Bauweise lassen eine hohe Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Unterhaltung erwarten.

 

Die kompakte Bauweise führt zu einem niedrigen Wärmebedarf der Gebäude. Durch die Auslagerung des

Bürgersaales, des Trausaales und des Besprechungs- raumes in einem separaten Gebäudeteil werden nur die Raumbereiche voll beheizt, die tatsächlich genutzt werden. Für die Grundbeheizung und Kühlung ist ein Energieboden vorgesehen. Je nach Außentemperatur wird dann warmes (Heizfall) oder kaltes Wasser (Kühlfall) als Trägermedium durch das Rohrsystem geführt, das den Energiebedarf zu ca. 60 % – 70 % abdeckt.

Für die individuelle Reglung der einzelnen Bereiche und Bürozonen werden bodenbündige Kanalheizungen eingesetzt. Diese besitzen ebenfalls die thermodynamischen Funktionen:

Heizen + Kühlen. Hier kann der Nutzer der Arbeitsbereiche die gewünschte Behaglichkeits-Temperatur im Heizfall einstellen. Dieses System gleicht die fehlenden Wärme- bzw. Kühllasten (ca. 30-40 %) aus.

 

Die Zwischenräume der Gebäude geben verschiedene Sichtachsen frei: einerseits zur evangelischen Kirche und dem Kindergarten an der Lutherstraße, andererseits zum rückwärtigen Grundstücksteil mit den Wohnhäusern und dem Parkplatz. Die Dimension des Platzes bietet eine alltagstaugliche Aufenthaltsqualität, er kann aber ebenso für Wochenmärkte und Events genutzt werden.

Der Parkplatz mit den erforderlichen Stellplätzen befindet sich im östlichen Grundstücksteil und dient temporär der Aufstellung des Festzeltes. Alle öffentlichen Stellplätze sind oberirdisch angeordnet, die Parkplatzfläche liegt jedoch aufgrund des Geländeverlaufes insgesamt 1,50 unter dem Rathausplatz-Niveau. Hierdurch ergibt sich eine Differenzierung der großen Fläche.

Die Freiräume erhalten die gleiche Bedeutung, wie die gebauten Volumina. Erreicht wird das durch einen Bodenbelag, der das Fassadenmaterial aufgreift und über den Platz hinweg bis zur bestehenden Ladenzeile weiterführt. Ein Betonsteinpflaster mit einem hellbeigen Natursteinvorsatz und sandgestrahlter Oberfläche erzeugt eine warme helle Atmosphäre, die zu den Klinkerfassaden der Neubauten passt.

Verwaltungsgebäude für den Verband der evangelischen Kirchenkreise

2. Preis

Ort: Münster
Auslober: Verband der ev. Kirchenkreise
Zeitraum: 2017

Das neue Verwaltungsgebäude wird als L-förmiger Baukörper südwestlich der denkmalgeschützten Lukaskirche angeordnet. Der winkelförmige Baukörper steht orthogonal zur von-Esmarch-Straße und nimmt die Gebäudeflucht der Turnhalle der westlich anschließenden Wartburgschule auf. Der Neubau bildet so eine Kulisse für die markante Silhouette der Lukaskirche. Durch die städtebauliche Anordnung spannt sich ein dreieckiger, innenliegender Platz auf, der als gemeinsamer Vorplatz für das Verwaltungsgebäude und die Kirche dient. Der neue Verwaltungsbau bildet mit der bestehenden Lukaskirche ein Ensemble ohne die Solitärwirkung der Kirche zu beeinträchtigen.
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Das neue Verwaltungsgebäude wird über ein großzügiges, durchgestecktes Foyer erschlossen. Der Haupteingang erfolgt von dem neu geschaffenen Vorplatz. Für die Beschäftigten und Besucher, die mit dem PKW kommen, gibt es einen zweiten Zugang auf der westlichen Gebäudeseite. Durch den Versatz der beiden Gebäudeschenkel bildet sich auch hier ein kleiner Vorbereich, der ein angemessenes Entreé in das Gebäude darstellt. An das Foyer angrenzend befindet sich eine offene Treppenanlage mit Aufzug.

Der Konferenzbereich wird im Erdgeschoss des kürzeren Gebäudeschenkels angeordnet und öffnet sich über großzügige Verglasungen zum Vorplatz und zur Kirche. Die Konferenzbereiche sind über mobile Trennwände zusammenschaltbar und können sich bei Großveranstaltungen zum Foyer öffnen. Durch die zentrale Lage des Konferenzbereiches bietet sich eine wechselseitige Mitnutzung von Kirche und Verwaltungsgebäude an. Neben dem Konferenzbereich befinden sich auch alle weiteren allgemeinen Funktionen wie Sozialraum, Küche, Besucher-WC in diesem Gebäudeteil.

Die Büroflächen werden als „Kombi“-Büros organisiert. In den Innenzonen werden die sogenannten „Teamflächen“ mit Aktenablagen, Kopierstationen und offenen Besprechungszonen angeordnet. Die Flurwände der Büros werden transparent ausgeführt, um eine natürliche Belichtung der Innenzone zu gewährleisten. Die „Netzwerkflächen“ werden als zentrale Meeting-Points, die die Kommunikation zwischen den Organisationseinheiten fördern, in der Gebäudemitte angeordnet. Die an die Außenfassade angrenzenden Räume haben Blickbeziehungen nach außen und heben sich durch ihre Gestaltung von den Büroräumen ab. Die Sanitärbereiche und Teeküchen sind ebenfalls zentral angeordnet. Zwei verglaste Atrien, die sich in den Mittelzonen der Gebäudeteile befinden, sorgen für interessante Blickbeziehungen, eine gute Orientierung und eine natürliche Belichtung im Gebäudeinneren.

Neubau Pfarrheim Wadersloh

1. Preis

Ort: Wadersloh
Auslober: Kath. Pfarrei St. Margareta Wadersloh
Zeitraum: 2017

Das neue Pfarrheim wird als winkelförmiger, eingeschossiger Baukörper mit einem flach geneigten Dach konzipiert. Durch die städtebauliche Anordnung wird vis à vis zur Kirche eine räumlich gefasste Eingangssituation geschaffen. Der markante Fußweg von der Kirche mündet ebenfalls auf diesem Vorplatz. Auf der prägnanten nördlichen Giebelseite des Gebäudes befindet sich ein großes Fenster, welches Einblick in den Pfarrsaal gewährt. Gleichzeitig wird hier eine Sichtachse zur Kirche gebildet, die im Foyer ihre Verlängerung findet.
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Durch die Ausformulierung eines L-förmigen Grundrisses wird der Vorplatz gefasst und das Gebäude fungiert als städtebauliche Rahmung des Parkes. Über das lang gestreckte Foyer lassen sich alle Räume des Pfarrheims erschließen.

Der Gemeindesaal lässt sich in zwei Nutzungseinheiten unterteilen. Die Bücherei ist zentral angebunden und liegt präsent orientiert zum Foyer und zum Vorplatz des Gebäudes. Der Jugendbereich befindet sich im hinteren Teil des Gebäudes. Die Gruppenräume, die Küche und der Jugendraum sind zum Park hin orientiert. Am Ende des Foyers befindet sich ein kleiner Wartebereich, der den Blick in den Innenhof lenkt. Ein das Foyer kreuzender Flur erschließt den Verwaltungsteil – dieser ist autark zum Pfarrheimbetrieb nutzbar und bietet die Möglichkeit den Bereich bei Pfarrfesten abzuschließen.

Die über Eck gezogene Verglasung von Foyer und Bibliothek begrüßt Passanten und Autofahrer gleichermaßen, während das große Gemeindesaal-Fenster schon aus der Entfernung die von der Kirche kommenden Fußgänger willkommen heißt und ins Innere einlädt. Als Fassadenmaterial wird für den Baukörper ein heller Klinker vorgeschlagen, um so die metaphorische Brücke zwischen Kirche und Pfarrhaus zu schlagen. Besondere Öffnungen – wie etwa der Eingangsbereich – werden zur Betonung mit einem Betonrahmen verblendet.

Begegnungszentrum Dorenkamp/Dutum

1. Preis

Ort: Rheine
Auslober: Stadt Rheine
Zeitraum: 2017

Das bestehende Schulgebäude wird an der nord-östlichen Gebäudeecke um einen eingeschossigen Neubau ergänzt. So entsteht ein geräumiger Platz vor dem Eingangsbereich des Begegnungszentrums, der zur Kommunikation einlädt. Durch den Erhalt des vorhandenen Baumes wird schnell eine Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen.
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Das Gebäude ist klar gegliedert und bietet vielfältige räumliche Möglichkeiten. Das Begegnungszentrum befindet sich ausschließlich im Erdgeschoss und ist durchgehend barrierefrei. Durch das Öffnen der Bestandsfassade zum neuen Vorplatz entsteht ein großzügiges, lichtdurchflutetes Foyer. Ein Kiosk und ein Cafébereich mit diversen Sitzmöglichkeiten lassen einen Treffpunkt entstehen und laden zum Verweilen ein. In dem Bereich der ehemaligen Werkstätten sind nun die Büros angeordnet. Ein breiter Flur, der durch Oberlichter über den Bürotüren belichtet wird, bietet viel Stauraum in Wandschränken und offeriert Sitzmöglichkeiten für Besucher. Die bestehende Aula bekommt eine fest installierte Bühne und schafft so genügend Platz für Theaterproben und -aufführungen. Die Fläche der Aula lässt sich durch mobile Trennwände variabel nutzen. Der neue Anbau beinhaltet einen Tanzsaal, der eine turniergerechte Größe erhält. Der Innenhofbereich im Süden wird deutlich vergrößert und bekommt dadurch eine erhöhte Attraktivität. Er ist direkt von der Aula zugänglich und die große Treppenanlage lädt zum Verweilen auf den integrierten Sitzstufen ein.

Die Fassade des Neubaus ist in rotem Klinker mit einer besonderen Textur gestaltet. Das Muster im Verband betont den Neubau und macht auf das neue Begegnungszentrum aufmerksam. Ein großes Fenster in dem Neubau, das den Blick auf den Tanzsaal zulässt, macht neugierig und gibt erste Einblicke in die Angebote des Begegnungszentrums.

Rathauserweiterung Vreden

1. Preis

Ort: Vreden
Auslober: Stadt Vreden
Zeitraum: 2017

Für die Erweiterung des Rathauses wird in der Hauptversion ein L-förmiger Baukörper im Nord-Osten vorgeschlagen. Durch diese Erweiterung wird die vorhanden Hofsituation zur Alstätter Straße um einen zweiten Hof ergänzt und zu einer Figur komplettiert, während der vorhandene, steinerne Hof in seiner Funktion als Eingangsbereich erhalten bleibt.
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Darüber hinaus wird der neue Hof begrünt und lädt durch seinen halb-öffentlichen Charakter die Mitarbeitern im Sommer dazu ein, ihn als Pausenbereich zu nutzen. Die drei Gebäuderiegel aus dem Barock, den 70er Jahren und der Gegenwart machen die Entstehungsgeschichte ablesbar. Um die Wegeführungen zu verbessern – vor allem von den umgebenen Parkflächen – wird das vorhandene Eingangsfoyer erweitert und ein neuer Zugang vom Parkplatz geschaffen. Der Zugang erfolgt unterhalb des spektakulär ausgebildeten Ratssaals, der auf der noch vorhandenen Burgmauer der alten fürstlichen Burg auf liegt. Der Gebäudeteil unterhalb des Ratssaal (hier befindet sich zur Zeit das Bürgerbüro) wird dafür zurück gebaut, um die Durchwegung zu ermöglichen und um die architektonische Besonderheit des aufliegenden Ratssaales zu betonen. Mit diesem Eingriff gelingt es, die Wegeführungen von der Ostseite zu optimieren und das Rathaus besser an die Stadt anzubinden.

Wohnquartier Moldrickx

3. Preis

Ort: Münster, Kinderhaus
Auslober: Stadt Münster
Zeitraum: 2016

Das Wettbewerbsgebiet liegt zentral im Stadtteil Kinderhaus und ist umgeben von unterschiedlichsten Bebauungsstrukturen: So befinden sich in direkter Nähe nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch bis zu zehngeschossige Wohnungsbauten.
 Das vorrangige Ziel war es deswegen in dem neu zu planenden Quartier einen Bebauungsmaßstab zu erzeugen, der Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität sowie Erschließungswege mit Begegnungsmöglichkeiten schafft und dabei vor allem im Geschosswohnungsbau einer Anonymität der Bewohner entgegen wirkt.
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Gleichzeitig wird eine Kubatur vorgeschlagen, die in ihrer Wiederholung trotz möglicher unterschiedlicher Bauträger und Nutzungen einen zusammenhängenden Siedlungscharakter erzeugt, der durch eine vorgegebene Materialität noch verstärkt werden kann.
In durchgängiger Ost-West-Orientierung werden Gebäuderiegel so zusammengefügt, dass Bewohnergruppen entstehen, die über gemeinsame Wohnhöfe verfügen von denen die Gebäude erschlossen werden.

Neubau eines Verwaltungsgebäudes des BGV

3. Preis

Ort: Münster
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2016

Das neue Verwaltungsgebäude am Breul folgt dem Grundstückszuschnitt und schließt mit einer einfachen Grundrissgeometrie an den denkmalgeschützten Kopfbau an. Ein zum Hauptbaukörper rechtwinklig ausgerichteter Gebäudeflügel ist durch den Torbogen gut ersichtlich und die einzige Fassade des Neubaus die vom Straßenraum erkennbar ist.
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Dieser kurze Gebäudeflügel teilt den Außenraum in zwei hofartige Bereiche. In dem vorderen Hof ist der barrierefrei Nebeneingang und die Zufahrt zur Tiefgarage angeordnet, der zweite Hof hat einen privaten und ruhigen Charakter und dient als Aufenthaltsbereich für die Beschäftigten. Ein Einschnitt markiert den Übergang zwischen Alt und Neu und bildet eine optische Fuge – gleichzeitig werden hier die Abstandsflächen zum Nachbarn erfüllt. Dieser bauliche Unterschied zwischen Alt- und Neubau überträgt sich auch in der funktionalen Nutzung – Der Altbau beherbergt das Schulungszentrum, der Neubau die Büros.
Das unter Denkmalschutz stehende Kopfgebäude bleibt in seiner inneren Struktur bestehen.

Wohnquartier Zentrum Nord

1. Preis

Ort: Münster
Auslober: CM Immobilien Entwicklung GmbH
Zeitraum: 2016

Das Plangebiet befindet sich im Zentrum Nord, einem vorrangig als Verwaltungsstandort geplanten Areal. Das zu beplanende Gebiet ist diagonal zweigeteilt durch die Anton-Bruchhausen Straße. Entlang der Anton-Bruchhausen-Straße werden straßenbegleitend zwei viergeschossige Gebäuderiegel angeordnet, die mehrfach unterbrochen sind. Zwei siebengeschossige Kopfbauten markieren das neue Wohngebiet.
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Das nördliche Plangebiet wird in Verlängerung der Joseph-König- Straße in zwei Bereiche geteilt. So entstehen insgesamt drei Blöcke, die mit Baukörpern überschaubarer Länge gefasst werden. Eine breite Allee in Verlängerung der Joseph-König- Straße wird mit Sitzmöbeln- und Spielgeräten als öffentlicher Grünraum gestaltet. Sie führt seitlich auf den vorhanden Platz südlich des „KOMcenters“, der durch die neue Wohnbebauung eine zentrale Bedeutung und eine neue Attraktivität erhält. So entsteht ein neues Wohnquartier mit einer für den Ort angemessenen Maßstäblichkeit, welches sich in der heterogenen Umgebung als Wohngebiet mit eigener Identität behaupten kann und qualitativ hochwertige Wohn- und Freiflächen schafft.

Neubau des Pfarrheimes St. Maria Magdalena

1. Preis

Ort: Sonsbeck
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2015

Das neue Pfarrheim wird als lang gestreckter Gebäuderiegel geplant. Im Gefüge der Tiefenbebauung des Grundstücks folgt der Baukörper den Fluchten des Grundstücks und steht bewusst nicht parallel zur Kirche. So bildet er zusammen mit der Pfarrkirche und dem bestehenden Pfarrhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gebäudeensemble, das sich um einen länglichen Platz – über den Straßenraum hinweg – gruppiert.
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Die Pfarrkirche bekommt durch diese Neuordnung einen attraktiven Vorplatz im Norden, der zur Begegnung und Kommunikation einlädt. Verwaltung, Liturgie und Leben stehen so in einem engen räumlichen Zusammenhang. Dabei befindet sich der Haupteingang des Pfarrheims vis à vis des nördlichen Seiteneingangs der Kirche. Ein Gebäudeeinschnitt markiert diesen zurückliegenden, überdachten Eingangsbereich. Der große Pfarrsaal wird zur Straße angeordnet. Durch die Überhöhung des Gebäudeteils und durch die großzügig verglaste Fassade bekommt er eine angemessene Präsenz im Straßenraum.

Neubau des Pfarrheimes St. Johannes

1. Preis

Ort: Sassenberg
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2014

Ein L-förmiger Baukörper ergänzt das vorhandene Pfarrhaus in einer Bauflucht und schließt an der Ecke zur Elisabethstraße mit einem zweigeschossigen Gebäudeteil ab. Das Gebäudeensemble bekommt durch den sich zur Kirche öffnenden Vorplatz eine Präsenz im Straßenraum. Er steht im Dialog mit der umgehenden Bebauung und wird zu einem Platz der Begegnung und der Kommunikation. Der vorhandene Bildstock wurde umgesetzt und in den Außenanlagen integriert.

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Das Gebäude ist klar gegliedert und bietet vielfältige räumliche Möglichkeiten. Man betritt das Gebäude über ein offenes, lichtdurchflutetes Foyer. Die Orientierung im Gebäude ist durch die offene Raumgestaltung und die skulpturale Treppe einfach und selbsterklärend. Im Erdgeschoss lassen sich Foyer und Bücherei zu einem Bereich zusammenschließen. Öffentliche Ausstellungen finden so angemessenen Raum der Präsentation, ein Gesprächsforum entsteht. Die Verglasung der Bibliothek ist bewusst großzügig gewählt. Die Bücherei ist durch mobile Trennwände abschließbar. Direkt an das Foyer angrenzend sind die beiden großen Säle angeordnet, die sich zum Platz hin öffnen. Der öffentliche Platz wird Teil des Gebäudes, die Gebäudegrenzen verwischen. Die Säle sind sowohl einzeln nutzbar, als auch zusammen schaltbar; eine mobile Trennwand lässt eine variable Raumnutzung zu.

Wohnquartier Gasselstiege

4. Preis

Ort: Münster
Auslober: Wohn + Stadtbau Münster
Zeitraum: 2014

Das Plangebiet befindet sich am nördlichen Stadteingang Münsters. Das Grundstück wird von zwei stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen gesäumt. Der Bebauungsplan sieht eine viergeschossige Blockrandbebauung vor.
 Um die besondere städtebauliche Eingangssituation zu stärken und auf die Lärmbeeinträchtigung einzugehen, wird eine geschlossene Bebauung mit einer präzisen, geometrischen Form vorgeschlagen.
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Der runde Grundstückszuschnitt der nordwestlichen Grundstücksecke liefert das Motiv für die halbkreisförmige Figur. Dadurch entsteht ein markantes Gebäude am Kreuzungsbereich mit einer hohen Identität. Diese einfache geometrische Struktur schafft gut organisierte Wohnungen, die alle gleichberechtigt zum ruhigen Innenbereich ausgerichtet sind. Im Blockinnenbereich werden zwei Gebäuderiegel vorgeschlagen, die den Innenbereich weiter zonieren. In dem nördlichen Gebäuderiegel ist im Erdgeschoss die Kita untergebracht. Die Geschossigkeit der Wohnbebauung variiert zwischen 4 und 5 Vollgeschossen und passt sich der Nachbarbebauung an.

Integratives Zentrum Dülmen

Ort: Dülmen
Auslober: Stadt Dülmen + Kath. Kirchengemeinde St. Viktor
Zeitraum: 2014

Vor allem zwei Aspekte standen bei der städtebaulichen Idee des neuen IGZ im Vordergrund:
 Zum einen die Bezugnahme auf den historischen Stadtgrundriss
 mit seinem Urkataster, der bis heute im Stadtkern von Dülmen erkennbar ist und auch in Zukunft als wichtigster, städtebaulicher Faktor verbleibt.
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Die neue städtebauliche Figur orientiert sich daher stark an der Historie des Ortes, die um 1825 an gleicher Stelle eine enge Bebauung nördlich des Chors von St. Viktor vorsah. Zum anderen lag die Verbindung zwischen Rathaus, Kirche und IGZ
 im Vordergrund. Zu diesem Zweck wird der Rathausnordflügel im nördlichen Bereich erdgeschossig geöffnet, wodurch eine direkte Verbindung zum Marktplatz entsteht. Wesentlicher Teil des städtebaulichen Konzeptes ist, dass durch die Neugestaltung der Außenräume alle Gebäude ebenerdig miteinander verbunden werden. Barrieren und Höhenversprünge werden aufgelöst und das Gelände wird mit Stufenanlagen und Rampen neu modelliert. Die Nutzungen wachsen zusammen.

Hafentor

Ort: Münster
Auslober: Josef Kuhr Immobilienbesitz GmbH & Co. KG
Zeitraum: 2014

Das exponierte Grundstück an der Hafenspitze wird zurzeit geprägt von dem markanten alten Speichergebäude mit Satteldach und dem angrenzenden Speicher aus den 50er Jahren. Die neue Bebauung sieht drei Baukörper vor, welche die bestehenden alten Speichergebäude umfassen.
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Durch die städtebauliche Figur und durch die unterschiedliche Höhenentwicklung der neuen Baukörper wird die Bestandsbebauung regelrecht gerahmt. Es entsteht ein neues Gebäudeensemble mit einer platzartigen Aufweitung im Inneren. Den alten Speichergebäuden wird so ausreichend Freiraum gegeben. Die Gebäude orientieren sich dabei in ihrer Maßstäblichkeit an der Bestandsbebauung im Norden und der geplanten Bebauung im Westen auf dem Osmo-Gelände. Das neue Quartier soll sich so als Bürostandort und als lebendiges Quartier am Stadthafen etablieren. Die vorwiegende Nutzung sind Büro- und Dienstleistungsflächen, vereinzelt wird in den gut gelegenen Erdgeschosszonen eine gastronomische Nutzung vorgeschlagen, während die übrigen Erdgeschosszonen als Ausstellungsflächen, Galerien oder auch als Dienstleistungsflächen genutzt werden.

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