Wettbewerbe

Rathauserweiterung Vreden

1. Preis

Ort: Vreden
Auslober: Stadt Vreden
Zeitraum: 2017

Für die Erweiterung des Rathauses wird in der Hauptversion ein L-förmiger Baukörper im Nord-Osten vorgeschlagen. Durch diese Erweiterung wird die vorhanden Hofsituation zur Alstätter Straße um einen zweiten Hof ergänzt und zu einer Figur komplettiert, während der vorhandene, steinerne Hof in seiner Funktion als Eingangsbereich erhalten bleibt.

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Darüber hinaus wird der neue Hof begrünt und lädt durch seinen halb-öffentlichen Charakter die Mitarbeitern im Sommer dazu ein, ihn als Pausenbereich zu nutzen. Die drei Gebäuderiegel aus dem Barock, den 70er Jahren und der Gegenwart machen die Entstehungsgeschichte ablesbar. Um die Wegeführungen zu verbessern – vor allem von den umgebenen Parkflächen – wird das vorhandene Eingangsfoyer erweitert und ein neuer Zugang vom Parkplatz geschaffen. Der Zugang erfolgt unterhalb des spektakulär ausgebildeten Ratssaals, der auf der noch vorhandenen Burgmauer der alten fürstlichen Burg auf liegt. Der Gebäudeteil unterhalb des Ratssaal (hier befindet sich zur Zeit das Bürgerbüro) wird dafür zurück gebaut, um die Durchwegung zu ermöglichen und um die architektonische Besonderheit des aufliegenden Ratssaales zu betonen. Mit diesem Eingriff gelingt es, die Wegeführungen von der Ostseite zu optimieren und das Rathaus besser an die Stadt anzubinden.

Wohnquartier Moldrickx

3. Preis

Ort: Münster, Kinderhaus
Auslober: Stadt Münster
Zeitraum: 2016

Das Wettbewerbsgebiet liegt zentral im Stadtteil Kinderhaus und ist umgeben von unterschiedlichsten Bebauungsstrukturen: So befinden sich in direkter Nähe nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch bis zu zehngeschossige Wohnungsbauten.
 Das vorrangige Ziel war es deswegen in dem neu zu planenden Quartier einen Bebauungsmaßstab zu erzeugen, der Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität sowie Erschließungswege mit Begegnungsmöglichkeiten schafft und dabei vor allem im Geschosswohnungsbau einer Anonymität der Bewohner entgegen wirkt.

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Gleichzeitig wird eine Kubatur vorgeschlagen, die in ihrer Wiederholung trotz möglicher unterschiedlicher Bauträger und Nutzungen einen zusammenhängenden Siedlungscharakter erzeugt, der durch eine vorgegebene Materialität noch verstärkt werden kann.
In durchgängiger Ost-West-Orientierung werden Gebäuderiegel so zusammengefügt, dass Bewohnergruppen entstehen, die über gemeinsame Wohnhöfe verfügen von denen die Gebäude erschlossen werden.

Neubau eines Verwaltungsgebäudes des BGV

3. Preis

Ort: Münster
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2016

Das neue Verwaltungsgebäude am Breul folgt dem Grundstückszuschnitt und schließt mit einer einfachen Grundrissgeometrie an den denkmalgeschützten Kopfbau an. Ein zum Hauptbaukörper rechtwinklig ausgerichteter Gebäudeflügel ist durch den Torbogen gut ersichtlich und die einzige Fassade des Neubaus die vom Straßenraum erkennbar ist.

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Dieser kurze Gebäudeflügel teilt den Außenraum in zwei hofartige Bereiche. In dem vorderen Hof ist der barrierefrei Nebeneingang und die Zufahrt zur Tiefgarage angeordnet, der zweite Hof hat einen privaten und ruhigen Charakter und dient als Aufenthaltsbereich für die Beschäftigten. Ein Einschnitt markiert den Übergang zwischen Alt und Neu und bildet eine optische Fuge – gleichzeitig werden hier die Abstandsflächen zum Nachbarn erfüllt. Dieser bauliche Unterschied zwischen Alt- und Neubau überträgt sich auch in der funktionalen Nutzung – Der Altbau beherbergt das Schulungszentrum, der Neubau die Büros.
Das unter Denkmalschutz stehende Kopfgebäude bleibt in seiner inneren Struktur bestehen.

Wohnquartier Zentrum Nord

1. Preis

Ort: Münster
Auslober: CM Immobilien Entwicklung GmbH
Zeitraum: 2016

Das Plangebiet befindet sich im Zentrum Nord, einem vorrangig als Verwaltungsstandort geplanten Areal. Das zu beplanende Gebiet ist diagonal zweigeteilt durch die Anton-Bruchhausen Straße. Entlang der Anton-Bruchhausen-Straße werden straßenbegleitend zwei viergeschossige Gebäuderiegel angeordnet, die mehrfach unterbrochen sind. Zwei siebengeschossige Kopfbauten markieren das neue Wohngebiet.

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Das nördliche Plangebiet wird in Verlängerung der Joseph-König- Straße in zwei Bereiche geteilt. So entstehen insgesamt drei Blöcke, die mit Baukörpern überschaubarer Länge gefasst werden. Eine breite Allee in Verlängerung der Joseph-König- Straße wird mit Sitzmöbeln- und Spielgeräten als öffentlicher Grünraum gestaltet. Sie führt seitlich auf den vorhanden Platz südlich des „KOMcenters“, der durch die neue Wohnbebauung eine zentrale Bedeutung und eine neue Attraktivität erhält. So entsteht ein neues Wohnquartier mit einer für den Ort angemessenen Maßstäblichkeit, welches sich in der heterogenen Umgebung als Wohngebiet mit eigener Identität behaupten kann und qualitativ hochwertige Wohn- und Freiflächen schafft.

Neubau des Pfarrheimes St. Maria Magdalena

1. Preis

Ort: Sonsbeck
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2015

Das neue Pfarrheim wird als lang gestreckter Gebäuderiegel geplant. Im Gefüge der Tiefenbebauung des Grundstücks folgt der Baukörper den Fluchten des Grundstücks und steht bewusst nicht parallel zur Kirche. So bildet er zusammen mit der Pfarrkirche und dem bestehenden Pfarrhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gebäudeensemble, das sich um einen länglichen Platz – über den Straßenraum hinweg – gruppiert.

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Die Pfarrkirche bekommt durch diese Neuordnung einen attraktiven Vorplatz im Norden, der zur Begegnung und Kommunikation einlädt. Verwaltung, Liturgie und Leben stehen so in einem engen räumlichen Zusammenhang. Dabei befindet sich der Haupteingang des Pfarrheims vis à vis des nördlichen Seiteneingangs der Kirche. Ein Gebäudeeinschnitt markiert diesen zurückliegenden, überdachten Eingangsbereich. Der große Pfarrsaal wird zur Straße angeordnet. Durch die Überhöhung des Gebäudeteils und durch die großzügig verglaste Fassade bekommt er eine angemessene Präsenz im Straßenraum.

Neubau des Pfarrheimes St. Johannes

1. Preis

Ort: Sassenberg
Auslober: Bistum Münster
Zeitraum: 2014

Geplant ist ein L-förmiger Gebäuderiegel, der das Pfarrhaus in einer Flucht ergänzt und an der Ecke zur Elisabethstraße mit einem zweigeschossigen Baukörper abschließt. Eine straßenbegleitende Mauereinfassung schafft dabei Intimität ohne Abgeschiedenheit. Der große, sich zur Kirche öffnende Platz steht im Dialog mit der umgehenden Bebauung und wird zu einem Platz der Begegnung und der Kommunikation.

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Durch Erhalt des alten Baumbestandes wird schnell eine besondere Atmosphäre entstehen, die zum Verweilen einlädt. Der vorhandene Bildstock wird umgesetzt und in den Außenanlagen integriert. Das Gebäude ist klar gegliedert und bietet vielfältige räumliche Möglichkeiten.
Man betritt das Gebäude über ein offenes, lichtdurchflutetes Foyer.
Die Orientierung im Gebäude ist durch die offene Raumgestaltung und die skulpturale Treppe einfach und selbsterklärend.
Im Erdgeschoss lassen sich Foyer und Bücherei zu einem Bereich zusammenschließen.

Wohnquartier Gasselstiege

4. Preis

Ort: Münster
Auslober: Wohn + Stadtbau Münster
Zeitraum: 2014

Das Plangebiet befindet sich am nördlichen Stadteingang Münsters. Das Grundstück wird von zwei stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen gesäumt. Der Bebauungsplan sieht eine viergeschossige Blockrandbebauung vor.
 Um die besondere städtebauliche Eingangssituation zu stärken und auf die Lärmbeeinträchtigung einzugehen, wird eine geschlossene Bebauung mit einer präzisen, geometrischen Form vorgeschlagen.

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Der runde Grundstückszuschnitt der nordwestlichen Grundstücksecke liefert das Motiv für die halbkreisförmige Figur. Dadurch entsteht ein markantes Gebäude am Kreuzungsbereich mit einer hohen Identität. Diese einfache geometrische Struktur schafft gut organisierte Wohnungen, die alle gleichberechtigt zum ruhigen Innenbereich ausgerichtet sind. Im Blockinnenbereich werden zwei Gebäuderiegel vorgeschlagen, die den Innenbereich weiter zonieren. In dem nördlichen Gebäuderiegel ist im Erdgeschoss die Kita untergebracht. Die Geschossigkeit der Wohnbebauung variiert zwischen 4 und 5 Vollgeschossen und passt sich der Nachbarbebauung an.

Integratives Zentrum Dülmen

Ort: Dülmen
Auslober: Stadt Dülmen + Kath. Kirchengemeinde St. Viktor
Zeitraum: 2014

Vor allem zwei Aspekte standen bei der städtebaulichen Idee des neuen IGZ im Vordergrund:
 Zum einen die Bezugnahme auf den historischen Stadtgrundriss
 mit seinem Urkataster, der bis heute im Stadtkern von Dülmen erkennbar ist und auch in Zukunft als wichtigster, städtebaulicher Faktor verbleibt.

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Die neue städtebauliche Figur orientiert sich daher stark an der Historie des Ortes, die um 1825 an gleicher Stelle eine enge Bebauung nördlich des Chors von St. Viktor vorsah. Zum anderen lag die Verbindung zwischen Rathaus, Kirche und IGZ
 im Vordergrund. Zu diesem Zweck wird der Rathausnordflügel im nördlichen Bereich erdgeschossig geöffnet, wodurch eine direkte Verbindung zum Marktplatz entsteht. Wesentlicher Teil des städtebaulichen Konzeptes ist, dass durch die Neugestaltung der Außenräume alle Gebäude ebenerdig miteinander verbunden werden. Barrieren und Höhenversprünge werden aufgelöst und das Gelände wird mit Stufenanlagen und Rampen neu modelliert. Die Nutzungen wachsen zusammen.

Hafentor

Ort: Münster
Auslober: Josef Kuhr Immobilienbesitz GmbH & Co. KG
Zeitraum: 2014

Das exponierte Grundstück an der Hafenspitze wird zurzeit geprägt von dem markanten alten Speichergebäude mit Satteldach und dem angrenzenden Speicher aus den 50er Jahren. Die neue Bebauung sieht drei Baukörper vor, welche die bestehenden alten Speichergebäude umfassen.

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Durch die städtebauliche Figur und durch die unterschiedliche Höhenentwicklung der neuen Baukörper wird die Bestandsbebauung regelrecht gerahmt. Es entsteht ein neues Gebäudeensemble mit einer platzartigen Aufweitung im Inneren. Den alten Speichergebäuden wird so ausreichend Freiraum gegeben. Die Gebäude orientieren sich dabei in ihrer Maßstäblichkeit an der Bestandsbebauung im Norden und der geplanten Bebauung im Westen auf dem Osmo-Gelände. Das neue Quartier soll sich so als Bürostandort und als lebendiges Quartier am Stadthafen etablieren. Die vorwiegende Nutzung sind Büro- und Dienstleistungsflächen, vereinzelt wird in den gut gelegenen Erdgeschosszonen eine gastronomische Nutzung vorgeschlagen, während die übrigen Erdgeschosszonen als Ausstellungsflächen, Galerien oder auch als Dienstleistungsflächen genutzt werden.

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