Kindertagesstätte für das Universitätsklinikum Münster

Ort: Schmeddingstraße 70, Münster
Fertigstellung: 2011, Wettbewerb 2010
Bauherr: Universitätsklinikum Münster
BGF, BRI: 2950 qm, 9.540 cbm
Auszeichnung: Kitapreis NRW 2014
Fotos: Roland Borgmann

Die Kindertagesstätte „Niki de Saint Phalle“ ist eine Betriebskindertagesstätte für die Bediensteten des Universitätsklinikums Münster. Bei der Tagesstätte handelt es sich um eine zehngruppige Einrichtung mit ca. 120 Kindern. Das Gebäude  ist so konzipiert, dass sich jeweils fünf Gruppen auf einer Etage befinden.

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Man betritt das Gebäude über eine zentrale durchgesteckte, teilweise zweigeschossige Eingangshalle in der Gebäudemitte. Jede Ebene ist in zwei Bereiche unterteilt. Gemäß dem Ansatz der Reggio-Pädagogik gibt es in jedem Gebäudeteil einen zentralen Platz (Piazza) um den sich die Gruppenräume und die Ateliers bzw. Werkstätten anordnen. Die einzelnen Gruppenbereiche mit Garderoben, Gruppenraum, Nebenraum, Pflegebereich und Ruheraum werden als kleine abgeschlossene Einheiten ausgebildet, um den Kindern die notwendige Geborgenheit zu geben. Die Piazza als zentraler Begegnungsort entwickelt sich aus einer Aufweitung des Flurbereiches und bezieht diesen in das Raumkonzept mit ein. Die abgerundeten farbig gestalteten Wände im Bereich der Piazza stehen im spannungsreichen Kontrast zu der ansonsten eher rationalen Architektursprache. Die Gruppenräume mit den Nebenräumen sind nach Süd-Westen zur Freifläche gewandt. Im Obergeschoss befinden sich an den Kopfenden des Gebäudes großzügige Freitreppen mit integrierten Rutschen, über die die Kinder schnell zu den Spielflächen gelangen.

Große Glasflächen und Fenster in verschiedenen Höhen und Formaten schaffen Transparenz und vielfältige Sichtbezüge. Die Innenräume bieten verschiedene Rückzugsmöglichkeiten und „Seeleninseln“ mit direkten Sichtbeziehungen zum Außenraum. Die zurückhaltende und klare äußere Erscheinung des Entwurfes setzt das für die Aufgabe verhältnismäßig große Volumen in eine angemessene Maßstäblichkeit.

Das Gebäude ist mit einem roten Klinker verblendet, in den farbig glasierte Steine in sechs kräftigen Farbtönen eingestreut wurden. Die Einstreuungen nehmen von unten nach oben ab.

Das Farbkonzept der bunten Ziegel findet sich im Innenraum wieder. Wand- und Deckenflächen und die Pflegebereiche sind mit den gleichen Farbtönen gestaltet. Für die Bodenbeläge wurde Linoleum in einem neutralen Beigeton verwendet. Die Fenster sind aus Holz mit einer Aluminiumdeckschale.

Die Einbauten wie Garderoben, Schlafemporen, Treppenbekleidungen etc. sind aus heller Eiche gefertigt.

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