2. Preis
Preisgeld: 11.500 EUR

Beurteilung durch das Preisgericht

Das Raumprogramm wird vollständig eingehalten. Die Neuordnung wird unter Einbeziehung der Bestandsgebäude überzeugend umgesetzt. Es entsteht eine klare Organisationsstruktur, die die unterschiedlichen Funktionen (Klassenräume, Fachklasse, Funktionsräume, etc.) zusammenfasst und nachvollziehbar den verschiedenen Gebäudeteilen zuordnet. Diese wird vom Preisgericht ausdrücklich positiv gewürdigt.

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Neu- und Altbau werden über einen überdeckten Zwischenbereich verknüpft. Eine Durchwegung vom Parkplatz zum Schulhof bleibt erhalten. Diese hätte aus Sicht des Preisgerichtes auch großzügiger ausgebildet sein können, um eine noch stärkere räumliche Verknüpfung der Außenbereiche zu erzielen. Die Eingangsbereiche des Alt- sowie des Neubaus werden an dieser Stelle eng zusammengeführt. Während der räumliche Zusammenhang durchaus begrüßt wird, ist eine starke Ballung der Schülerströme an dieser Stelle wahrscheinlich.
Der Campusgedanke wird aufgegriffen und umgesetzt. Die zusammenhängende Fläche wird funktional gegliedert. Kritisch wird die Lage der Kleinspielflächen gesehen. Hier bestehen große Bedenken bezüglich der Lärmbelastung für die angrenzenden Klassenräume. Bezüglich der Pausenaufsicht ist die vorgeschlagene Lösung unproblematisch.
Lage und Orientierung der Sporthalle werden kritisch gesehen. Der Eingang zur Halle liegt aus Sicht des Preisgerichtes an der falschen Stelle und zu weit entfernt vom Schulgebäude. Die Absenkung der Sporthalle wird mit der Einhaltung der Abstandfläche begründet. Eine deutliche Präsenz der Sporthalle und die klare Erkennbarkeit ihrer Funktion sind wünschenswert.
Der Neubau des Klassentraktes wird durchgängig zweigeschossig ausgeführt. Die Funktionalität der zwei eingefügten Atrien ist dadurch nachvollziehbar gegeben. Allerdings wird eine Nutzung während der Unterrichtszeit kritisch gesehen. Die räumlichen Qualitäten insbesondere im Bereich des Foyers und der Verkehrsflächen werden positiv gewürdigt. Jedoch ist auch zu hinterfragen, ob die Erschließungsflächen dem Schülerandrang ausreichend Platz bieten.
Die Zweigeschossigkeit des Gebäudes fügt sich maßstäblich in die Umgebung ein, ohne einen eigenen starken Akzent zu setzen.
Der Neubau ist vermutlich und wirtschaftlich realisierbar. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass auch im Altbau erhebliche Kosten durch die Umnutzung bestehender Räume entstehen werden.
Die vorgeschlagenen Materialien werden als der Aufgabe angemessen betrachtet. Die große Verglasung an der Sporthalle benötigt zwingend einen Blendschutz.

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